Denia Dogs e.V. | Hardy und das Leid des Dackels
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Hardy und das Leid des Dackels

Hardy und das Leid des Dackels

Unsere kleine Hardy wurde zum Krüppel gezüchtet und sie ist damit leider kein Einzelfall. Unfassbar, oder? Hardy ist eine sogenannte Qualzucht. „Als Qualzucht bezeichnet man bei der Züchtung von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind.“ In den Augen von uns Menschen scheint so ein Dackel nur schön zu sein, wenn er immer kleiner wird. Allerdings scheint ein zweites Merkmal zu sein, dass die Länge des ursprünglichen Dackel erhalten bleiben muss.
Heraus kommt dann Hardy, keine zwei Kilo schwer, unglaublich klein, unglaublich lang und unglaublich krank. Hardy ist gerade mal sechs Jahre alt. Bisher hat sie in Spanien als Zuchthündin bei einem Züchter gelebt, bis zu ihrem dritten oder vierten Bandscheibenvorfall. Ganz klar, wenn die vier Beine den Rücken nicht tragen können und er in der Mitte durchhängt. Aufgrund der Bandscheibenvorfälle wurde sie ausgemustert und sollte eingeschläfert werden, obwohl sie zu dem Zeitpunkt keine Schmerzen hatte und noch laufen konnte.
Hardy hatte Glück, sie durfte in unsere Auffangstation umsiedeln. Von dort ging es bald schon weiter in eine Pflegefamilie. Und dann kam es, wie es kommen musste. Plötzlich konnte sie nicht mehr laufen, schleifte ihr Hinterbeine hinter sich her und hatte sichtlich Schmerzen. Die Untersuchung im CT bestätigte die Vermutung der Tierärzte. Fünf Bandscheibenvorfälle! Zwei davon so heftig, dass Hardy ohne eine Operation nicht mehr hätte laufen können. Also ging es direkt vom CT in den OP. Darauf folgten viele Tage Reha und Physiotherapie in der Klinik. Nun ist Hardy wieder zuhause und darf sich die nächsten 8 Wochen nicht übermäßig bewegen, nicht springen und nicht laufen und es ist weiterhin Physiotherapie notwendig. Und dann wird hoffentlich wieder alles gut. Laufen kann Hardy schon wieder und sie scheint sich um einiges wohler zu fühlen. Aber natürlich ist nicht gesagt, dass es zukünftig so bleibt. Es können jederzeit weitere Bandscheibenvorfälle folgen. Hardy tut uns einfach nur unendlich leid. Sie ist wieder mal ein Beispiel dafür, dass es die egoistische Menschheit nicht stört, für dubiose Schönheitsideale das Leid der Tiere in Kauf zu nehmen.
Hardys Tierarztrechnungen belaufen sich auf über 2000 €. Das ist eine Menge Geld für so wenig Hund. Leider können auch wir als Verein so viel Geld auf einen Schlag nicht herbei zaubern und sind deshalb auf eure Hilfe angewiesen. Wir wären froh, wenn ihr uns bei der Begleichung der Rechnungen unterstützen könntet. Wenn jeder von uns nur 5€ spendet, dann haben wir die Summe im Nu zusammen.

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